Mein Wahlprogramm

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POLITIK / LISTE PILZ / JETZT / WAHL

Die Partei JETZT - Liste Pilz hat  12 attraktive Pläne für die nächsten fünf Jahre vorgestellt, die ich gerne mittrage. Jeder einzelne Plan, von Umweltschutz bis zur Steuerpolitik, von der Bildungsinitiative bis zur Freiheit der Kunst kann ich (fast) alles unterschreiben und wo ich Einwände habe, werde ich sie äußern. Das im Einklang mit meinem eigenen Wahlprogramm:

Zuverlässigkeit. Ehrlichkeit. Vernunft.

Das sind meine Werte und jede Form der Lüge ist mir zu mühsam, weil ich mich daran erinnern müsste, um nicht aufzufliegen. Also bleibe ich bei der Wahrheit, auch wenn man dann, wie man sagt, ein schnelles Pferd braucht. Aufgrund meiner aussichtslosen Position auf dem Wahlvorschlag werde ich wohl nicht in die Verlegenheit geraten, dieses Programm umsetzen zu dürfen -- aber gesagt habe ich es und daran werde ich mich halten.

Quereinsteiger

Parteipolitik ist mir fremd, davon habe ich mich bewusst die meiste Zeit meines Lebens fern gehalten. Zwar habe ich für zwei Jahre als Mandatar der Grünen Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Vorarlberg mitgewirkt, das war aber keine Politik, sondern eine Art Vereinstätigkeit. Trotzdem habe ich mich entschieden, meine Erfahrungen und mein Wissen der Republik zur Verfügung zu stellen, wenn sie benötigt werden. Als Quereinsteiger habe ich einiges zu lernen, aber das schreckt mich nicht.

Lebenslang lernen

Mein Bildungsweg ist lang und verschlungen. Nach den 12 Jahren Pflichtschule und Gymnasium begann ich nach der Matura mit dem Studium der Betriebswirtschaft an der Karl Franzens Universität in Graz. Um das Studium zu finanzieren, war ich in unterschiedlichsten Berufen tätig. Vom LKW Fahrer bis zum Reifenmonteur, vom Tankwart bis zum Weihnachtsmann, vom Türsteher bis zum Disc Jockey war alles dabei. Vom 10. Lebensjahr an war ich sporadisch im Familienbetrieb als Messebauer und Grafiker tätig und im Orwell'schen Jahr 1984 ging ich in die EDV Branche. Zuerst als Startup Manager eines Computer-Importeurs, dann als Systemberater für IBM Hard- und Softwarelösungen. Bei der Betreuung von Kunden beim Einsatz betriebswirtschaftlicher Software in den unterschiedlichsten Branchen lernte ich neben den Details bei den Usancen viele großartige Unternehmen und deren Kultur kennen. Nach Jahren als Datenbank- und Netzwerkexperte kehrte ich schließlich zu meinen Wurzeln zurück, begann ein Studium als Kommunikationsgestalter und promovierte im Jahr 2000. Schon während des Studiums begann ich mit dem Aufbau meiner Werbeagentur in Vorarlberg, mit der ich seit nun über 20 Jahren Klienten aus der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung auf vier Kontinenten in zahlreichen herausfordernden Projekten betreue. Vor diesem Hintergrund mache ich mir wenig Sorge, nun auf politischem Gebiet Neues zu lernen.

Kompetenz

Meine Kompetenz liegt in einem breiten Überblick. Die zahlreichen Projekte, die ich im Beruf begleitet, initiiert oder geführt habe, waren mir eine gute Schule. Es gibt in jedem Fach Spezialisten, die besser sind als ich, aber es gibt nur wenige, die sich so schnell in komplexe Sachverhalte einarbeiten und zwischen den Spezialisten erfolgreich vermitteln können. Neue Wege finden, Parallelen aus anderen Gebieten entdecken und erfolgreich implementieren, das sind meine Stärken, die ich in die Politik einbringen kann.

Absicht

Mit JETZT - Liste Pilz habe ich eine attraktive Umgebung gefunden, in der ich mich gerne einbringe. Meine eigenen Schwerpunkte liegen in der Arbeit für Kleinunternehmen. Da ich seit über 30 Jahren im Kleinstbetrieb selbstständig bin, immer für Kunden aus der Wirtschaft tätig war und in der WKV für meine Kollegen als Mandatar in zwei Fachgruppen gearbeitet habe, kenne ich die meisten Probleme im Kleinbetrieb aus Jahrzehnte langer Erfahrung. Diese Gruppe von gut 600 000 engagierten Menschen in Österreich wird von allen Parteien vollkommen vernachlässigt. Die Wirtschaftskammer ist von der Industrie und den Banken belegt, die Aktivitäten für EPU und KMU sind bestenfalls als Animationsprogramm zu bezeichnen, eine wirkliche Unterstützung gibt es nicht. Die Sozialdemokraten betrachten jede Form des Unternehmertums als Klassenfeind der Arbeiterschaft, was bei der großen Zahl von Betrieben mit weniger als 5 Mitarbeitern wenig treffsicher ist, und die Grüne Wirtschaft lebt eine zwar engagierte, aber nur bedingt zielführende Kultur für Ein-Personen-Unternehmen (EPU). In der Zusammenarbeit mit diesen drei Gruppen und Institutionen sehe ich meine politische Aufgabe und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.